Aufhebungsvertrag:
So reagierst du richtig

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Close-up of a contract signing with hands over documents. Professional business interaction.

Ein Aufhebungsvertrag kann dich kalt erwischen. Doch jetzt ist nicht die Zeit für Panik, sondern für klare Entscheidungen. Hier erfährst du, wie du deine Rechte schützt und gestärkt aus der Situation gehst.

1. Ruhe bewahren – und Zeit gewinnen

Unterschreibe nichts sofort! Fordere Bedenkzeit ein. Sag: „Ich prüfe das in Ruhe.“ Denn jede Entscheidung unter Druck kann teuer werden. Eine Bedenkzeit von 1-2 Wochen ist überhaupt kein Problem. In der Zeit kannst du alles in Ruhe überdenken.

2. Anwaltliche Prüfung ist Pflicht

Ein Aufhebungsvertrag beeinflusst dein Arbeitslosengeld, deine Abfindung und deine Zukunft. Lass den Vertrag unbedingt von einem Fachanwalt prüfen, bevor du unterschreibst. Oft sind versteckte Klauseln nachher zu deinem Nachteil. Der Vertrag muss alles regeln. Auch z.B. ab wann du freigestellt bist, was mit dem Resturlaub passiert oder wann die Abfindung bezahlt wird.

3. Sperrzeit beim Arbeitslosengeld vermeiden

Die Agentur für Arbeit verhängt oft eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen, wenn du „freiwillig“ gehst. Ein Aufhebungsvertrag wird dabei als "freiwilliger" Jobverlust gewertet. Tipp: Lass im Vertrag festhalten, dass eine betriebsbedingte Kündigung drohte und dir bestätigen zu wann sie ausgesprochen worden wäre. Damit kann die Sperrfrist in vielen Fällen vermieden werden.

4. Abfindung clever verhandeln

Die Abfindung ist Verhandlungssache. Prüfe zuerst das Angebot und die Höhe der angebotenen Abfindung. Ein Anwalt kann helfen einzuschätzen, was übliche Abfindungsbeträge in deinem Fall sind. Lass dich nicht abspeisen. Unter Umständen autorisiere deinen Anwalt für dich zu verhandeln. Wenn der Betrag klar ist, nutze die Fünftelregelung, um deine Steuerlast zu senken. Manche Unternehmen machen das gleich mit Auszahlung der Abfindung. Dann brauchst du nicht bis zur nächsten Steuererklärung zu warten. Ein Steuerberater kann ich hierbei hilfreiche Tipps geben.

5. Checkliste für den Inhalt des Vertrages

• Enddatum des Arbeitsverhältnisses
• Höhe und Zahlungszeitpunkt der Abfindung
• Resturlaub und Überstunden
• Qualifiziertes Arbeitszeugnis
• Freistellung bis zum Ende
• Rückgabe von Firmeneigentum

6. Alternativen prüfen

Manchmal ist eine Kündigungsschutzklage mit Vergleich die bessere Lösung. Unterschreibe nichts, bevor du nicht wirklich alle Optionen kennst und für dich geprüft hast.

Ein Aufhebungsvertrag kann eine Chance sein – wenn du ihn bewusst nutzt. Nimm dir Zeit, hol dir Rat und verhandle selbstbewusst. Du bist die Königin und Herscherin über deiner Karriere – handle wie eine und lass dich nicht von der emotionalen Situation beherrschen!

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